Dr. K.A. Portele - der Namensgeber

Hofrat Dr. Karl Alfons (von) Portele (1912-1993),
Anatom und Pathologe am Allgemeinen Krankenhaus der Universität Wien und langjähriger Direktor des Pathologisch-Anatomischen Bundesmuseums im „Narrenturm“. Er war schon als junger Assistenzarzt in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts maßgeblich in die Ausbildung von „LaborassistentInnen“ und „LaborgehilfInnen“ involviert.
Er war es auch, der nach dem Krieg von der Universität Wien wieder mit solchen Ausbildungen betraut wurde.

Als 1961 die Grundgesetze für Ausbildungen in medizinischen Assistenzberufen erlassen wurden, war er dabei und auch an der Idee, drei Sparten der Medizin (Labor, Röntgen und Physikalische Medizin) in einer Ausbildung zusammenzufassen, diese auch für Hauptschüler, Gymnasiumsabbrecher und für den zweiten Bildungsweg zugänglich zu machen, war er beteiligt.

Die Geburtsstunde der Diplomierten medizinisch-technischen Fachkräfte in Österreich.
Als sich damals die Universität weigerte, die Auszubildenden zu versichern oder die Kurse zu finanzieren, war es wiederum Portele, der der Stadt Wien die Schulen damit „schmackhaft“ machte, dass die Schüler in den 30 Monaten Ausbildung ein begleitendes Praktikum in Gemeindespitälern machen sollten.
Damit brachten die DMTF-Praktikanten als „billige“ Arbeitskräfte die Ausbildungskosten wieder herein.
Ein Prinzip, das 45 Jahre danach noch immer gültig ist.

Portele war viele Jahre lang wissenschaftlicher Leiter, beliebter Lehrer und gefürchteter Prüfer der Ausbildung zur DMTF am AKH Wien.
Auch war er federführend an der Planung und beim Bau des neuen Schulgebäudes in der Lazarettgasse 14 beteiligt.

Als „seine Kinder“, wie er die Schüler gerne bezeichnete, im Laufe der Zeit durch allzu großen Konkurrenzdruck seitens der MTD, die mehr und mehr Posten für sich beanspruchten, drohten unter die Räder zu kommen, lieferte Portele schließlich auch den „Zündfunken“ zur Gründung des DMTF+MAB Verbandes, als er 1981 dem zwei Jahre zuvor diplomierten DMTF Helmut Luckner zuredete, doch etwas für die Berufsgruppe zu tun.
Er wurde Berater und Freund des Verbandes und dessen ersten Präsidenten Luckner.

Alle DMTF, die zwischen 1962 und 1990 am Wiener AKH die Ausbildung absolviert haben, erinnern sich an „den Portele“.

Einige sind an seinen Prüfungen gescheitert, die meisten aber haben ihn in Erinnerung als großen Lehrer und Vortragenden, der mit hunderten Anekdoten und Zitaten den Lehrstoff auflockern konnte.

In den nunmehr 25 Jahren des Bestehens des Verbandes der DMTF Österreichs wuchs nicht nur die Zahl der Mitglieder von 6 im Gründungsjahr auf zuletzt fast 1300, sondern es wurde auch mehr oder weniger erfolgreich Berufspolitik gemacht und vor allem die Betreuung, Beratung, Information und Weiterbildung der Mitglieder enorm ausgebaut.

Dazu gibt es immer mehr Unterstützer, Gönner und Förderer der Berufsgruppe und des Verbandes.
Die höchste Auszeichnung, die als „Dankeschön“ für Treue, Leistung oder Freundschaft vergeben werden konnte, war die Ehrenmitgliedschaft im Berufsverband.

Im Herbst 2005 tauchte dann plötzlich bei einer Vorstandssitzung die Idee auf, aus Anlass des Silberjubiläums des DMTF+MAB Verbandes doch eine Art „Award“ ins Leben zu rufen und diesen, ähnlich dem Film -„Oscar“, im Rahmen einer gesellschaftlichen Veranstaltung verdienten Persönlichkeiten zu verleihen.

Einige Monate ruhte die Idee in den Köpfen der Verantwortlichen und im März 2006 wurden dann innerhalb von drei Wochen die Erscheinungsform dieses Preises definiert, die Preisträger bestimmt und der Auftrag zur Anfertigung erteilt.
Der Name war uns sofort klar: er konnte einfach nur „DER PORTELE“ heißen.

Der „PORTELE“ ist ein 9 cm hoher Quader aus Glas mit 6 x 6 cm quadratischer Grundfläche auf einem schwarzen Marmorsockel.
In den Quader mit Laser eingearbeitet ein Bild von Hofrat Portele mit einem Mikroskop im Vordergrund.
Am Mikroskop nur schemenhaft erkennbar, seine Frau Maria Anna.
Im Vordergrund steht „DER PORTELE“, die Jahreszahl der Verleihung und eine „Kategorie“ für den Preisträger.
Im Hintergrund, ganz klein, das Logo der Berufsgruppe der DMTF.

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